Als ich heute morgen aufgewacht bin, habe ich gleich mal nach Hause telefoniert. Das ist die perfekte Zeit, weil dann meistens alle zu Hause sind. Ich telefonierte rund eine Stunde, während sich meine Familie am anderen Ende abwechselte. Es war schön zu hören, dass es ihnen allen gut geht :) Natürlich hatte ich damit wieder das Frühstück verpasst und musste mein Hungergefühl mit Keksen unterdrücken, die ich in meinem Zimmer habe. Heute würde ich nämlich bis am Mittag warten müssen mit essen, da ich es kein weiteres Mal mehr heraus schieben könnte, meine Kleider zu waschen. Ich nahm meinen Sack mit der Wäsche und ging ins Waschabteil. Das Waschmittel hatte ich ja schon. Man konnte nicht angeben, mit wie viel Grad man die Kleider waschen will. Also warf ich einfach alles rein, gab etwas Waschmittel dazu (wovon ich sicher bin, das es reichlich genug war) drückte „colour“ und die Riesenmaschine begann zu holpern. Surprise, surprise dachte ich, als ich eine Stunde später da war, um das Zeugs in die nächste Maschine zu stopfen, wo es dann getrocknet werden sollte. Es verlief aber alles tip top..Ich werde das jetzt öfters tun :D :D (Ich hatte bisher einfach genügend Kleider) Danach rief ich für Cathy die American Airline an, da sie sich davor fürchtete, die Frau am Ende des Apparates nicht zu verstehen. Sie wollte den Flug wechseln um vor ihrer Heimreise nochmals für zwei Wochen nach Miami zu gehen. Nach dem ich die Kleider dann zusammengelegt und in den Koffer gelegt hatte (ich packe nicht aus, lebe aus dem Koffer :)) machten wir uns auf den Weg in den Central Park. Die Sonne schien und wir nahmen uns vor etwas spazieren zu gehen. Wir liefen unsere Strasse entlang, vorbei an niedlichen kleinen Kaffee‘s und schönen Hauseingängen, bis wir ins Grüne des Central Park‘s traten. Ich liebe diesen Park! Er ist so wunderschön grün und mitten drin erkennt man nicht einmal mehr die Hochhäuser. Ausserdem ist er so gross, dass sich all die Menschen gut darin verteilen. Wir spazierten rund drei Stunden durch den Park und hatten am Ende noch immer nicht den ganzen gesehen. Zwischen den niedlichen kleinen Weglein kann man sich leicht verirren. Plötzlich stösst man dann jeweils wieder auf einen, der beispielsweise Tai Chi macht oder auf eine Geburtstagsparty, bei der alle Gäste einen bunten Kartonhut tragen, oder auf eine Gruppe älterer die der Sonne zugewandt Atemübungen machen, oder auf die zahlreichen Dogwalker, die fünf Hunde zu der einen und fünf andere an der anderen Hand halten. Ich weiss noch immer nicht wie es möglich ist, dass diese alle so brav nebeneinander gehen. Die Strassen durch den Central Park sind nur zu bestimmten Zeiten für Autofahrer geöffnet. Während der restlichen Zeit nutzen sie Horden von Bikern, Joggern oder Skateboardern. In New York joggt jeder, und wenn nicht das dann macht er bestimmt irgendeine andere Sportart. Der Sportwahnsinn ist hier sehr verbreitet. Man kann auch rund um die Uhr in den Fitnessstudios schwitzen. Die New Yorker treiben aber nicht nur Sport aus gesundheitlichen Gründen, es ist Lifestyle und Statussymbol zugleich. Sie sitzen in ihren Trainingsanzügen und den neusten Turnschuhen morgens in den Kaffees, gehen mit dem Sportoutfit shoppen und Abends mit ihren Hunden oder Kinderwagen im Sportoutfit laufen. Sie zeigen sich bei jeder Gelegenheit sportlich. Ja das Ganze geht sogar so weit, dass die meisten Fitnesstudios grosse Schaufenster haben, damit man von der Strasse den fleissigen Sportlern beim Schwitzen zu sehen kann. Während ich so auf der Strasse ging, bekam ich beinahe ein schlechtes Gewissen eine miserable Joggerin zu sein :) Wir verloren uns wieder in einem der kleinen Wege inmitten der grünen Bäume. Ich entdeckte ein Eichhörnchen und noch eins und noch eins..in diesem Park gibt es so viele davon. Als sich Cathy einem versuchte zu nähern um es zu berühren, machte dieses keinen Anstand zu verschwinden. Irgendwie komisch aber sie reagieren sogar wenn man ihnen Geräusche zuzwitschert. Wahrscheinlich sind die Kleinen ziemlich verwöhnt. Als Cathy nur noch ein paar Centimeter davon entfernt war richtete sich dieses auf und gab ein komisches Geräusch von sich. Sie erschrak und eilte den Weg hinab, während es hinter ihr wie wild huschte und einige Eichhörnchen mehr dazu kamen. „Aaanja,“ rief sie verunsichert und eilte weiter, mit dem Gedanken von einer aggressiven Eichhörnchenbande verfolgt zu werden. Das Geräusch wurde tatsächlich erschreckend laut und etwas näherte sich uns im Eiltempo. „wuuahhh.. it‘s only a dog!“ meinte Cathy erleichtert, während ein verspielter Hund sich neben ihr das Wasser vom Fell schüttelte und dabei ein Kind umwarf. Ich kriegte kaum mehr Luft vor lachen..it‘s only a dog..nicht das böse Eichhörnchen mit seinen Kollegen :D Wir gingen also weiter, über eine Brücke, auf der sich gerade ein paar das Ja-Wort gab, wie romantisch :) Auf ein paar grossen Felsen machten wir dann halt und genossen etwas die Sonne. Wir hörten Musik und entschlossen uns ihr zu folgen. Als wir von einem Hügel runterrannten erkannten wir ein fröhliches Treiben inmitten des Parks. Wir gingen etwas näher ran und erkannten die Rollschuh-Disco. Soo cool. Jung, alt, dunkel, hell, erfahren, unerfahren etc...Sie tanzten wie wild auf ihren Rollschuhen und zum Teil auch Inlineskates. Sie tanzten Paartanz, Salsa etc. und ich hatte gestern gedacht, wie speziell, als ich im Park ein Paar auf Rollschuhen tanzen gesehen hatte. Die Leute waren so glücklich, sie fühlten es so sehr. Das liebe ich wirklich sehr!! Während man bei uns zuerst einige Stunden warten muss, bis alle genügend betrunken sind, um ab zu gehen und zu tanzen ist es hier völlig normal... Die machen das immer, überall, wenn sie gerade Lust dazu haben, sie tanzen. Ich genoss noch eine Weile den Anblick bis mich Cathy weiterzog. Weil wir hungrig waren suchten wir den Ausweg aus dem Park, was eine Weile dauerte bis wir dann in der fifth Avenue gelandet sind... (Speziell für Claudchen und Meli:)
...Wir schlenderten durch die Strasse, durch all die Markenläden bis ich ein riesiges schwarzes Gebäude sah, das mit seinem roten Eingangsteppich eher einem Club oder edlen Hotel glich als einem Laden. Ich blickte kurz in den Eingang, sah ein Plakat und zwei Türsteher. „Cathy, da muss ich schnell rein!! Das ist der Laden von welchem Meli mir Dank Claudchen‘s Rat so was wie einen Gutschein geschenkt hat, ich muss schnell rein!“ sagte ich euphorisch und hatte den roten Teppich bereits betreten. „Anja!“ schrie Cathy, packte mich wie wild am Arm und riss mich zurück, als ich gerade erschrocken die zwei Models sah die hinter einem Schaufenster am Eingang standen...lebende Schaufensterpuppen, da muss man sich ganz schön blöd vorkommen, nicht? „Du kannst da nicht einfach so reinspazieren, weisst du das nicht?“ fragte sie mich entsetzt. „Ehm, nein, wieso denn nicht?“ Sie blickte mich fragend an und zeigte mit ihrer Hand auf eine Warteschlange, die ungefähr drei Blocks weiter hinten endete. Oh mein Gott! Da steht man ungefähr eine halbe Stunde an, nur um in den Laden zu kommen?! „Nein, wusste ich nicht,“ meinte ich, als Cathy sich neben mir vor Lachen krümmte. „Ja, schon gut :)“ Wir sind dann natürlich nicht reingegangen und haben uns was zu essen geholt, bevor wir wieder nach Hause gingen. Es war ein toller Nachmittag uuuuuund jetzt sind es schon zwei Wochen, die zweite ist ja im Fluge vorbeigewesen..krass :)
Ich habe euch lieb, guete Star i die nöii Woche!
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| Böses Tier :D |
It's the time for disco!!





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