Freitag, 20. April 2012

Cherry trees in Brooklyn

hey friends
Obwohl ich freitags keinen Unterricht habe, war ich wieder um 6 Uhr auf den Beinen. Ich frühstückte, wie immer sehr wenig, da ich das Zeugs hier nicht wirklich geniessen kann. Cathy schlug  zünftig zu, es gab Croissants und sie fühlte sich wie zu Hause. Ich verstehe auch diese Vorliebe nicht wirklich. Dann nahm ich den Subway Richtung Downtown und ging wie gewohnt zur Schule. Langsam trudelten auch die anderen ein und unsere Klasse machte sich auf den Weg nach Brooklyn. Brooklyn liegt auf der anderen Seite des Hudson Rivers und ist in ungefähr 20 Minuten mit dem Subway erreichbar. Obwohl nur ein Fluss die beiden Stadtteile voneinander trennt, sind es zwei verschiedene Welten. Brooklyn ist einiges ruhiger und man sieht kaum hohe Gebäude. Ich denke dass es ziemlich angenehm ist dort zu leben und sich etwas aus dem Rummel der Stadt zurück zu ziehen. In Brooklyn besuchten wir den Botanic Garden, jeder etwas auf eigene Faust. Die Jungs erfreuten sich nicht so sehr an den Blumen und verbrachten den Morgen in der Sonne liegend. Wir hingegen konnten uns kaum daran sattsehen. Der Park war relativ menschenleer und daher konnte man das Ganze noch viel mehr geniessen. Den Höhepunkt bildeten die blühenden Kirschbäume. Ich lief einen Weg entlang, genoss die Wärme, die mir die Sonne zu spüren gab und versank Dank den herrlichen Düften in meinen Gedanken inmitten der Blumenpracht. Rosafarbene Blütenblätter die mir entgegen flogen rissen mich plötzlich aus diesen Gedanken und als ich aufblickte, um zu sehen woher diese kommen, blieb mir beinahe der Atem stocken. Ich war völlig hingerissen von dem Anblick der sich mir bot. „Woow,“ schrie ich beinahe und drehte mich, um die selbe Begeisterung in den Augen der anderen zu sehen. Irgendwie war ich aber alleine da, die anderen schienen einen anderen Weg gegangen zu sein. Ich drehte mich wieder zurück und blickte in das rosafarbene Meer wunderschön blühender Kirschbäume. It was great! Keine Touristen, nur ich und die Bäume. Ayako schritt neben mich und war etwa ähnlich begeistert. Wir gingen runter zu den Bäumen und ich wusste, dass ich mir genau das unter einem Park vorstelle und genau das zu Hause vermisse, obwohl ich ein Mädchen vom Lande bin. Und jetzt in New York entdeckte ich diese wunderschönen Wiesen, übersäht von farbigen Blütenblättern und umringt von riesigen Bäumen. Einige kleine Kinder rannten zwischen den Bäumen hin und her und versuchten die Blätter aufzuhalten, die langsam zum Boden segelten. Ich hätte sie so gerne fotografiert, wollte mich aber nicht als einzige als Tourist entpuppen und alles fotografieren, was mir vor die Linse kam. Werdende Mütter genossen die Düfte und lasen unter den Bäumen. Es war einfach herrlich, einfach wirklich schön. Ich schritt durch die Kirschbaumallee und fühlte mich so frei, genau das liebe ich. In New York gibt es kaum Strassen ohne grosse Bäume, fast kein Quartiere ohne Parks. Naja, in Willisau sollte man sich echt ein Beispiel daran nehmen. Ich meine wer hätte gedacht, dass ich nach New York gehen muss, um das mal wieder zu sehen :)
Anyway, es war einfach schön :) Zurück, assen einige von uns in einem mexikanischen Restaurant zu Mittag. „Dort essen nur New Yorker,“ meinte Niko zwinkernd. Danach traf ich mich mit Cathy am Times Square und von dort aus gingen wir dann nach Soho um zu Shoppen. In Soho gibt es aber soo viele Läden und wenn du mal in einem drin bist, gibt es soo viele Kleider, dass du einzelne Dinge heraussuchen musst. Ausserdem sind dort soo viele Leute, vor allem auch Touristen. Mir war das etwas zu viel und auch Cathy war nicht in Shoppingstimmung. Ausserdem spürte ich absolut jeden Muskel vom gestrigen Training. Und so gingen wir nur die Strasse auf und ab und nach einer Weile zurück zum Times Square. Von dort aus gingen wir wie üblich mit dem Subway Richtung Uptown/Bronx nach Hause. Leider taten das zu dieser Zeit auch viele andere und so wurde es eine etwas unangenehme Fahrt. Tanzen ging ich heute dann nicht mehr, mein Körper braucht eine Ruhephase und ausserdem passen mir die Lektionen am Wochenende besser.
Naja, und jetzt, heute ist Freitag, alle gehen raus. Vorhin habe ich Laura im Bad angetroffen und sie konnte sich kaum erholen, als ich ihr erklärte wieso ich nicht mit in den Club kann, wo Bob Sinclair auftritt. Als Trost brachte sie mir dann einen DVD :) Ja sie sind alle sehr nett. Ganz ehrlich bin ich sogar ein bisschen froh, dass ich entschuldigt bin. Ich bin total müde von dieser Woche und geh bald schlafen.

Have a nice day! Muuuah










                                                                           Ayako









                                                                       Mariana, ich, ayako



Ayako, Céline, mariana, ich, Andreas, April





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