Mittwoch, 25. April 2012

Good luck in NY

Halllloo ihr Lieben
Entschuldige für gestern, ich war einfach total müde und bin während dem Musikhören eingeschlafen. Die letzten zwei Tage verliefen sehr angenehm, ich fühle mich soo wohl und zu Hause hier in New York, dass ich nur selten dazu komme Heimweh zu haben. Ich habe so viele tolle Leute kennengelernt, unglaublich ich habe mich glaube ich während meiner ganzen Schulzeit nicht mit so vielen Leuten verstanden. Aber trotzdem vermisse ich euch natürlich!
Gestern konnte ich gar nicht schlafen, also bin ich um 3:00 Uhr morgens aufgewacht, hörte Musik und machte meine Hausaufgaben. Natürlich hatte ich dementsprechend Mühe am Morgen aufzustehen. Dann musste ich noch rasch mein Zimmer etwas räumen, da sie es heute putzen sollten. Wie Larissa gesagt hat, es ist zwar geputzt aber das Wort sauber steht in der Schweiz für etwas anderes :) Am Morgen musste ich mich nochmals mit Bonnie herum schlagen, ja das war vielleicht eine Katastrophe. Sie wiederholte gleich zu Beginn nochmals ihren Standpunkt: „Ich bin nicht hier um mit euch befreundet zu sein ich bin da um euch zu lehren.“ Ihre Art,  kann gar nichts mehr dazu sagen. Den Mittag verbrachte ich dann mit Livia und Mariana, den beiden Brasilianerinnen. Mariana musste unbedingt noch Tourismus machen (:) So hatte sie sich ausgedrückt), schliesslich würde sie New York nächsten Montag verlassen. Sie wollte dass ich mit ihnen komme und ich meinte, wenn ich den touristischen Bereich noch nicht gesehen habe komme ich gerne mit. Weil sie aber bereits vor allem Fotos geknippst hatte, entschieden sie sich die Bustour zu machen, die ich bereits letztes Wochenende mit Cathy gemacht hatte. Ich ging also nicht mit und wollte den Buchladen aufsuchen, den ich schon lange finden wollte. Ich fand ihn auf anhieb und war überwältigt. Ich verbrachte beinahe zwei Stunden darin, stöberte durch die ganzen Bücher und die Dvd‘s (die hatten allles, sogar alle Full House Staffeln Meli ;)) Ich wollte noch einen New York Guide kaufen, obwohl ich schon drei besitze aber irgendwie wollte ich noch einen speziellen. Die Auswahl war aber so überwältigend, dass ich mich nicht entscheiden konnte und es sein liess. Da gab es zu wirklich jedem Thema einen New York Guide. Als ich auf dem Heimweg am Times Square aus der Metro stieg, sah ich zwei junge Frauen fragend in alle Richtungen schauen. Sie sind mir aufgefallen weil sie in schweizerdeutsch darüber diskutierten, wo sie jetzt genau langgehen sollten. Ich überlegte kurz, drehte mich in ihre Richtung und sagte: „Hy, ihr seid von der Schweiz? Kann ich euch helfen?“ Mit dem Subway kenne ich mich jetzt nämlich aus und ausserdem war ich letzte Woche auch um jede Hilfe froh gewesen und wurde von den New Yorkern positiv überrascht. „Ja, sind wir und ich bin das erste Mal hier und darum möchte ich auch selbst rausfinden wie es funktioniert,“ antwortete die eine, noch immer in alle Richtungen aber bestimmt nicht in meine schauend. Ach ja. Schweizer, was habe ich mir bloss dabei gedacht?! Selber herausfinden wie‘s funktioniert, na dann viel Spass in New York! dachte ich, auf diese Weise wirst du hier nicht weit kommen. Ich wollte mich gerade abdrehen, als die kleinere der beiden, die einiges reifer aussah und froh schien, Hilfe zu kriegen, eine Frage stellte. „Ja die rote Linie ist immer rot und ihr müsst nach oben, in jedem Fall,“ antwortete ich. Während sie mir nach oben folgte, versuchte die andere noch immer einen anderen Weg zu finden :) „Okay, also ich muss auch Richtung Uptown, wenn du gleich mit willst,“ offerierte ich Vera, der kleineren. Sie freute sich und schloss sich mir an. „Es gibt ein App, das funktioniert auch ohne Netz, dort hast du die Karte,“ meinte ich noch, weil die andere offensichtlich noch immer keine Ahnung hatte, wie sie nach Hause kam. Auf dem Heimweg erzählte mir Vera, dass sie von Emmenbrücke sei, gestern angekommen sei und genau am selben Tag wieder zurückfliege wie ich. Weiter erzählte sie, dass ihre Schule nicht so toll sei, weil es in ihrer Klasse fast ausschliesslich Schweizer gäbe. Das überraschte mich sehr, sie war nämlich erst die zweite Schweizerin die ich in New York gehört und kennengelernt hatte. Ich bin totaaal froh, dass ich mich nicht über eine normale Schweizer Austauschorganisation bei einer Schule eingeschrieben habe :) An meiner Schule bin ich nämlich die einzige Schweizerin und auch im Tanzstudio gibt es keine andere. Lustigerweise wohnt Vera in der selben Strasse wie ich und wird mal mit ins Tanztraining kommen, wie sie meinte. Ich kam gerade noch rechtzeitig zu Hause an, um meine Sachen für‘s Training zu packen. Am Sonntag wurde ich im Lift angesprochen, ob ich Model oder Schauspielerin sei und dann zu einer Audition eingeladen. „Ich drehe gerade einen Kurzfilm und suche jemanden der exakt aussieht wie du,“ meinte Natalia. Ich überlegte kurz, entschied mich dann es zu ignorieren und ins Tanztraining zu gehen, die Audition wäre nämlich auch gestern Abend gewesen. Ich besuchte die fortgeschrittenen Klasse Pilates und so leicht diese Sportart auch klingt, sie hat es faustdick hinter den Ohren. Nach dem Training ging ich dann noch in den Ballettunterricht. Wieder zu der lipstick-frau. Ich glaubte es kaum aber ich hatte bereits Fortschritte gemacht, was mir riesig Spass machte. Das Training war sehr hart, da man sich bei ihr keine Fehler erlauben darf ohne vor der ganzen Gruppe blossgestellt zu werden. Dazu musst du dich 100 Prozent konzentrieren, was einem bei Ballettübungen oft schwerfallen kann. Ihr Training ist aber wirklich gut, und da mich Linda bestens auf genau dieses Training vorbereitet hat, konnte ich perfekt folgen. Danach fühlte ich mich wie eine zerquetschte Gummistange und watschelte nach Hause. Ich ging wie immer noch rasch in den Broadway Market und kaufte mir eine Früchtebox (Ich muss aber damit aufhören, das ist zu teuer auf die Dauer) Da Bonnie was von gefährlichen Dingen in den New Yorker Plastikflaschen erzählt hat und meinte, dass das Hahnenwasser besser wäre, konnte ich nicht an den Glasflaschen vorbei gehen, ohne zwei davon zu kaufen. Auf Wasser das schmeckt, als käme es direkt aus dem Pool habe ich nämlich keine Lust aber morgen werde ich wahrscheinlich wieder Plastikflaschen kaufen. Zu Hause ging ich duschen und wollte noch etwas Musik hören, wobei ich dann einschlief. 

Muuuah

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