Samstag, 16. Juni 2012

EMPIRE STATE OF MIND - THAT'S IT


Hallo zusammen

Erstmals möchte ich mich für den letzten Blog entschuldigen, in meiner Eile habe ich ziemlich viele Fehler gemacht, wie ich später beim Durchlesen bemerkt habe.. :) Ich habe die letzte Zeit hier in vollen Zügen genossen und so konnte ich einige Blogs wie beispielsweise Subwaystories nie fertig schreiben, einen poste ich aber noch...
Hier also der letzte...

Noch ist es ruhig über dem Central Park, die grüne Fläche gehört den Eichhörnchen und Vögeln. Dort drüben lässt die Sonne bereits die Spitze des Chryseler Buildings in ihrem Glanz erstrahlen. Die höchsten Punkte der Stadt, die alle in der Morgensonne leuchten, zeugen von einem schönen Tag der New York bevorsteht. Für mich einer der letzten. Ich bin dafür noch nicht bereit, und mein Innerstes sträubt sich gänzlich gegen die Tatsache, dass ich schon bald im Flieger über dem Atlantik sitzen werde. New York hat es mir angetan wie keine andere Stadt bisher, ich kenne sie besser als die Stadt in der ich geboren wurde und besser als die Stadt in der ich seit Jahren trainiere und gearbeitet habe. Ich liebe die Grundstimmung, die Menschen, den Willen, die Natur, selbst die Hektik hier passt mir. New York ist Leidenschaft und repräsentiert sich in einer beeindruckender Kraft, ein Tempo das man sonst nicht kennt. Die Stadt ist schnell, und lässt denjenigen zurück, der nicht mitrennt. Jeder der hier lebt will etwas tun oder werden, hat eine Idee und ist begeistert davon. Daher auch der Name Big Apple...ursprünglich war damit die Ernte des grössten Apfels gemeint, der zum Erfolg führen soll. Ein New Yorker weiss immer wonach er strebt, zeigt niemals Zeifel, der New Yorker ist die Entschlossenheit in Person. Aber keine Angst, Neuankömmlige sind willkommen. Jeder der hier lebt war irgendwann mal neu hier und die meisten haben es nicht vergessen. So steht man als Fremder keine fünf Minuten an einer Strassenkreuzung, bis einem Hilfe angeboten wird. Es gibt keinen Ort an dem es so viel Diversität gibt, an dem so viele unterschiedliche Menschen in einem gesunden Verhältnis zusammenleben. Ein wildes Kulturgemisch, über 8000 Sprachen werden hier gesprochen und nirgends ist Fremdenfeindlichkeit, Ablehnung dem Anderen, dem Fremden gegenüber zu spüren. New York ist die Stadt der Fremden, die Stadt der Geschichten. Jeder hat seine eigene, seine eigenen Beweggründe, keiner ist einfach so per Zufall hier. In dieser Stadt wird man nie erwachsen, man beobachtet, spürt und erlebt jeden Tag etwas Neues und darum ging es doch, als wir noch klein waren. Die Stadt ist sicher, in all der Zeit habe ich mich nicht ein einziges Mal richtig gefürchtet, Cops stehen an jeder Ecke und die Menschen haben keine Lust mehr auf Feindseeligkeit, vor allem seit 9/11. Wer was beobachtet meldet es sofort und hat die Unterstützung all der anderen. Wenn sich im Subway einer komischer verhält bemerkt man, wie alle es bemerkt haben und bereit sind zu reagieren. Nachts nach Hause zu kommen ist kein Problem, weil man bei all den Menschen sowieso nie alleine ist und wenn, dann nutzt man einfach das gute Taxiangebot. Es ist für den Besucher gleich ersichtlich, warum New York die sicherste Grosstadt der USA sein soll. Man fühlt sich als ob man im Zentrum der Welt angekommen wäre, hier geschieht es, hier ist es möglich, das Wort unmöglich scheint gar nicht zu existieren. Und so ist es tatsächlich, obwohl ich nicht wirklich nach etwas gestrebt habe, wurde ich so oft auf der Strasse angesprochen oder bin plötzlich inmitten eines riesigen Filmdrehs gestanden. Die ganze Stadt erscheint einem als ob man einfach in einem Film spazieren gehen würde. Das friedliche Baseballspiel oder Basketballspiel in den Pärken, das schöne Zusammenleben, all die Anlässe und nicht zuletzt: Die wohl berühmteste Stadt ist so wunderschön und fortschrittlich, dass es einem schwer fällt die Zeitreise zurück zu machen. So oft sass ich auf einem der riesigen Felsen im Park. Beobachtend was um mich herum geschieht, fragte ich mich immer wieder, wie ist es möglich dass all die Bäume hier inmitten der Stadt erhalten bleiben, wo sie bei uns radikal umgetan werden? Wie kann es sein, dass selbst das älteste Häuschen nebst den riesigen Wolkenkratzer Platz findet, geschätzt und erhalten bleibt und in meinem kleinen Dörfchen zu Hause selbst ein Gebäude das nahe am Waldrand niemanden stören würde einfach abgerissen wird? Die Liebe zum Detail in dieser Stadt ist allgegenwärtig und nie verloren gegangen. Zahlreiche wunderschöne alte Häuser werden einfach innen erneuert, aussen aber bleiben all die Schnörkelarbeiten erhalten, die Bäume zieren Hauseingänge und ganze Alleen erstrecken sich inmitten von Manhattan. Es gibt Pärke mit Brücken, keine viereckigen Betonblöcke, die „eben modern sind“. Modern ist schon längst wieder anders, modern bedeutet hier altes zu erhalten und mit neuem zu kombinieren. Natürlich gibt es die Wolkenkratzer, diese sind aber entweder genauso aufwändig und liebevoll verziert oder erstrecken sich mit beeindruckenden Glasfassaden. Der New Yorker will leben wie im Film. Sie tun nicht nur so, die riesigen Fahrrad- und Joggingschlangen sind echt, die New Yorker sind sehr gesund, einfach jeder macht Sport und jeder isst gesund (man muss nur wissen wo und wie, das Essen in meiner Residenz war ja nicht gerade toll:) ). Rauchen ist sowieso tabu und cool ist es schon gar nicht. Wer sich Respekt verschaffen will, rennt oder fährt mit all den Sportlern mit. 


:) Oh ja,
geht diese Stadt erleben, habt keine Angst davor ihr werdet überrascht sein wie friedlich sie ist. Verflucht nicht die Hektik, sie ist Teil davon und macht euch das Leben nicht selber schwer indem ihr mit einem Guide versucht alle die „das muss man gesehen haben,“ zu erledigen. New York ist kein Ort für ein verlängertes Wochenende, man sollte nicht nach Hause kommen um sagen „Ja ich hab‘s gesehen.“ Keiner hat die Stadt je gesehen, weil sie sich ständig verändert, weil es so vieles zu sehen gibt. Man sieht ohnehin nicht alles und sollte daher versuchen die Stadt sinnlich und in den Hinterhöfen zu entdecken, zu erleben und zu spüren. Spart euch die Zeit die ihr mit Anstehen vor touristischen Attraktionen verbringen würdet, wie beispielsweise die Fähre um die Freiheitsstatue zu sehen. Die sieht man auch von South Ferry, der Spitze Manhattan‘s aus. Lasst euch die Stadt nicht dadruch entgehen und ich kann euch versprechen, ihr werdet es nicht bereuen. Nehmt euch die Zeit, sprecht mit New Yorkern in einem Park, riecht die Stadt, setzt euch einfach mal hin und beobachtet. Geht zu Fuss und vergesst niemals nach oben zu gucken. Erschreckt nicht wenn ihr angesprochen werdet,  sprecht mit den Leuten und nicht mit den Touristenführern. Anstatt den Sonnenuntergang auf einem der Touristenboote zu beobachten, fahrt zur W 79 und betrachtet ihn inmitten der Stadt, wo es sonst keiner tut. Aber macht vor allem eines: geht hin, die Stadt ist unglaublich!
Ich mache mich jetzt schon bald auf den Heimweg, aber ich werde zurück kommen. Vielleicht sitze ich schon sehr bald wieder hier im Park und durchschreite eine der Türen, die sich mir hier einen Spalt weit geöffnet haben :) 
Ich möchte euch nochmals sagen, wie Freude ich an all euren Rückmeldungen gehabt habe, und wie schön es auch für mich war meine Erlebnisse mit euch teilen zu dürfen. 
Ich hab euch ganz fest lieb und ich freue mich riesig auf jeden einzelnen!
Bis bald
Nunyola

„Das Leben in New York reizt Menschen, Dinge zu wollen die niemand sonst will.“ Andy Warhol




















Dienstag, 12. Juni 2012

31668 Steps through NYC

Hey Guys 
Bin gerade auf dem Sprung, sorry, aber ich poste bereits ein paar Fotos von meinem ersten Tag mit Mamsi in der Stadt. Sie geniesst es in vollen Zügen uuund, gestern sind wir 31668 Schritte gegangen, wie Mum's Schrittzähler dokumentierte (Keine Ahnung, das ist so ein Ding das die zu Hause scheinbar jetzt machen - Schritte zählen)





































Cupcake, Muffin and co.


 


Phuu, ihr könnt euch nicht vorstellen was ich für ein Wochenende hinter mir habe. Erlebnisreich und schön wie immer aaaber anstrengend. Ausserdem habe ich mich genervt, dass ich keine Chance gefunden habe, euch zu schreiben. Ich habe mich bereits am Mittwoch von der Schule verabschiedet, da ich am Donnerstag nochmals Vollgas geben wollte im Tanzstudio. Die Tanzlektionen an diesen zwei Tagen war hart aber wie immer einfach toll! Am Donnerstagabend schlenderten Yvette, Larissa und ich noch etwas am Broadway entlang, um anschliessend was im „How I met your Mother“-Pub essen zu gehen. Es war so lustig und ein solch warmer Sommerabend. Da kaum ein Tourist weiss, dass dieses Pub wirklich existiert, sassen angenehm wenige und fast ausschliesslich New Yorker auf den roten Ledersofas. Am Freitag Abend ging ich mit Larissa, Yvette und Sarah nachtessen, da wir uns leider von Yvette verabschieden mussten. Ihr Handy klingelte, als wir gerade unser Brownie bestellt hatten und kurz darauf begann sie nervös herumzuzappeln. Ihr Freund war bereits am Flughafen angekommen, früher als erwartet. Irgendwie wurde ich plötzlich auch nervös, ich freute mich für sie, schliesslich konnte ich mich vorstellen wie es sich anfühlen muss, seinen Partner nach dieser längeren Zeit wieder zu sehen und dann noch früher als erwartet. Und doch ging es dann einfach zu schnell, sie verabschiedete sich von uns, wobei mir etwas übel wurde. Wir hatten es zwar abgemacht, aber würden wir uns wirklich bald wieder sehen? Und ausserdem ging jetzt nicht alles viel zu schnell? Würde nicht auch ich mich schon bald von allen verabschieden müssen und vor allem, war nicht auch meine Zeit in New York schon bald vorbei? Der Gedanke schauderte mich und ich versuchte mich gleich abzulenken mit dem Brownie das gerade serviert wurde. Yvette würde die letzte Woche mit ihrem Freund hier verbringen, die Freude stand ihr ins Gesicht geschrieben als sie eher davonhoppste als ging. Wir setzten uns zurück an den Tisch und assen das Brownie, bevor wir in einer etwas komischer Stimmung zurückwatschelten. 


Tief durchatmen dachte ich als mich der Wecker am nächsten Morgen wie immer in einer völlig übertrienen Lautstärke auf die Beine warf. Mit einem galoppierenden Herz setzte ich mich auf den Bettrand. Diese zwei Tage würden anstrengend werden und trotzdem wollte ich sie unbedingt geniessen. Ich griff nach den zwei riesigen Plastiksäcken voller Wäsche, die ich am Vorabend noch bereit gemacht hatte, nahm das Waschmittel und die Laundrycard, bevor ich so früh wie möglich nach oben in die Waschküche ging, um all meine Dinge ein letztes Mal zu waschen. Vollgepackt und das Handy zwischen Schulter und Ohr eingeklemmt, klärte ich währenddessen mit Mami wie ihre Reise ablaufen würde. Danach rannte ich nach unten und packte bereits einige Dinge zusammen. Natürlich war die Maschine nicht so schnell fertig wie sie es versprach und so meinte Sarah, sie könne meine Wäsche rausnehmen, während ich im Training bin. Ich bedankte mich und drückte ihr meinen Schlüssel in die Hand, nachdem ich nach oben gerannt war um mich umzuziehen. Also verliessen Larissa und ich die Residenz um ans BDC zu fahren. Natürlich musste ausgerechnet an diesem Morgen der Subway ausfallen und so verpassten wir unsere geplante Tanzstunde. Na toll, dann hätte ich die Wäsche auch selbst rausnehmen können. Wir nahmen dann halt einfach eine andere, seeeehr schwierige Lektion. Als wir kurz eine Pause einlegten klingelte mein Handy und Sarah erklärte mir folgendes: „Anja, als ich deinen Schlüssel an den Front Desk bringen wollten, meinten sie, dass du schon heute ausziehen musst.“ Ach du meine Güte! dachte ich, wie sollte ich den bitteschön heute schon ausziehen? Ich versuchte mir mein überfülltes Packchaos im Zimmer nicht vorzustellen und bat Sarah zu fragen, ob es nicht möglich wäre, dass ich noch eine Nacht bleiben könnte. Irgendwie hat sie das dann hingekriegt und ich konnte erleichtert in Debbies Tanzlektion. Ich liebe ihr Jazz und tanzte das Innerste aus mir heraus, wissend, dass es meine letzte Tanzlektion sein sollte. Ich habe mir sehr Mühe gegeben und es in vollen Zügen genossen, als sich mich ein starker Schmerz, der sich plötzlich durch das ganze Bein hinabzog herausriss. Zerrung, erkannten wir dann irgendwie und ich schmunzelte dabei. Ich hätte mich in den Monaten so oft verletzen können, dass Tanzen nicht mehr möglich gewesen wäre und jetzt passiert es in der letzten Lektion. Ausgetanzt, dachte ich, zumindest bis ich zurück bin, dann geht es vollgas weiter. Etwas humpelnd ging ich zurück und beeilte mich gleich, weil ich mit meinen Freunden verabredet war, wir wollten uns voneinander verabschieden. Wir gingen in Koreatown etwas essen, so was ähnliches wie Tischgrill, nur das man nicht selbst grilliert. Es war köstlich und ich liess mir das Beef-fleisch richtig schmecken, hatte ich doch schon lange kein richtiges Fleisch mehr gegessen. Die Art wie wir es assen, war wieder mal etwas speziell. So nahm sich jeder ein Salatblatt als Unterlage, worauf er dann ein Stück Fleisch, eine Sauce und sonstige Dinge packte, bevor er das Blatt zusammenrollte und von Hand verschlang. Weil sie alles von Hand assen, dachte ich mir, dass ich mir die Mühe mit den Chopstick nicht mache und das Fleisch gleich von Hand nehme. Meine Kollegen schockte das aber etwas, bevor sie wie immer über mein unwissend ungeschicktes Verhalten lachten. Ich will die ja mal sehen, Fondue zu essen, dachte ich und musste aber auch lachen. Der Abend war soo schön und ich entschied mich ihn einfach zu geniessen, ohne darüber nachzudenken, dass es das letzte Mal sein würde. Sie luden mich übrigens zum Essen ein. Danach gingen wir in ihre liebling Koreabar und zu unser aller Überraschung trafen wir dort auf Niko, die gerade mit einer anderen Kollegin von uns unterwegs war. Sie freute sich uns alle zu sehen, und wo ich die anderen Male nicht dabei gewesen war, genoss ich den Abend jetzt mit allen zusammen. Wir quatschten, tranken, lachten, sangen (als Strafe in einem koreanischen Saufspiel, für denjenigen, der nicht unglaubliche Mengen von Alkohol trinken wollte, wie beispielsweise ich) Und dann..ich umarmte sie alle und auch sie waren etwa gleich enttäuscht darüber wie ich, dass es damit zu Ende sein sollte. Am nächsten Morgen war ich wieder fit und munter...heeeeute, würde nämlich Mamsi kommen!!! Ich packte meine Dinge fertig, checkte aus und ging noch ein allerletztes Mal ins Steps um eine Floor Barre Letkion zu nehmen, das war gut möglich, trotz Bein. Danach hatte ich mein Training definitiv absolviert und mich von meinen Tanzlehrern und den Studios verabschiedet. Dann trank ich mit Larissa noch einen Kaffee, verabschiedete mich von ihr und Sarah (Larissa würde ich schon bald wieder sehen, zum Glück) Dann ging es ab an den Flughafen und jetzt freute ich mich richtig. Die Reise an den Flughafen (Ich ging per Subway), dauerte ungefähr zwei Stunden. Irgendwo in Queens hielt ich es dann nicht mehr aus, ich musste so dringend auf die Toilette, dass ich einfach ausstieg. Oben angekommen war es brütend heiss und die Gegend sah etwas unsicher aus. Überall standen diese Typen an die Wand gelehnt und der Boden war schmutzig und von den Hinterhöfen möchte ich gar nicht sprechen. Egal, ich musste einfach unbedingt auf die Toilette, was mich verzweifelt in eine Richtung rennen liess. Bei einer komischen Pizzeria hielt ich und der Pizzaiolo sah mir meine Verzweiflung an. „Kann ich das WC kurz benutzen?“ „Nein, sorry das geht nicht, it‘s out of order.“ „Oh mein Gott, nein, bitte, ich bezahle dafür.“ „Ich verstehe sie bestens, aber es funktioniert wirklich nicht, tut mir wirklich leid.“ Ich hätte weinen können als ich weiter suchte. Tankstelle. Komische Männer. Egal. Ich rannte durch sie hindurch, die Toilette ansteuernd und warf die Tür hinter mir ins Schloss. Wieder bei Sinnen, schämte ich mich etwas und hetzte hinaus. Ich hörte die Männer hinter mir lachen, toll gemacht Anja, dachte ich. In der Hitze ging ich zurück, wie weit war ich den gelaufen und vor allem in dieser Gegend? Jetzt war mir plötzlich bewusster, was um mich herum gerade geschah und wo ich mich befand. So schnell wie möglich verschwand ich im Untergrund und im nächsten Subway. Am Flughafen angekommen, starrte ich für ungefähr zwei Stunden auf den Ausgang, wo all die gelandeten Passagiere rausströmten. Mami hätte doch auch dort rauskommen sollen? Und ihr Flieger war doch schon seit zwei Stunden gelandet? :( Hatte ich die falsche Airline im Kopf? Warum fanden all die anderen ihre Familienmitglieder wieder und ich meine Mutter nicht? Ist was passiert? Sie ist doch sonst so unkompliziert und schreibt viele sms um sicher zu gehen. Warum antwortet sie jetzt nicht? Reiss dich zusammen, dachte ich immer wieder. Als eine der letzten, als ich es schon fast verzweifelt aufgegeben hatte, kam plötzlich Mamsi um die Ecke und ich bemerkte wie sehr ich mich eigentlich auf diesen Moment gefreut hatte. Sie suchte etwas, und es war aber nicht schwer mich zu finden, da es ja fast keine anderen Wartenden mehr gab. Völlig erleichtert fiel ich ihr in die Arme und freute mich, all meine Horrorvorstellungen waren blitzschnell verschwunden. Sie lachte nur so und erzählte, wie sie als einzige nicht Araberin rausgenommen worden sei und kontrolliert wurde. :) Dieses Mal standen wir bei der Schlange der offiziellen Taxis an, vielleicht erinnert ihr euch, wie ich damals angekommen bin und gleich zu Beginn ein „Das darfst du nie machen“ gemacht hatte, als ich in ein schwarzes Taxi stieg. Wir fuhren durch Queens nach Hause, Richtung Manhattan und ich schien erschöpfter zu sein als Mum. Sie war munter und freute sich glaube ich auch sehr hier zu sein. Angekommen, gingen wir was in der Upper West Side essen und ich zeigte ihr etwas die Gegend in der ich gelebt hatte. Und dann ging es aber ab ins Bett, den am nächsten Tag sollte unser Abenteuer beginnen. Jetzt schläft sie noch, und so nutze ich die Zeit gleich, nachzuholen was ich verpatzt hatte die letzten Tage. 
Übrigens: Obwohl ich eine kulinarische Wildsau bin (sorry für den Ausdruck) möchte ich euch etwas übers Essen hier erzählen. Also eigentlich doch eher über die Süssigkeiten :) Es gibt unmengen davon, und in allen Varianten. So kann man beispielsweise diese Stadt auf keinen Fall verlassen, ohne zuvor einen Cheescake, welcher süss ist, gegessen zu haben. Er schmeckt köstlich! Ausserdem gibt es alle Arten von Muffins und Cupcakes aber auch Donuts. Zum Frühstück ist man Bagles, oft mit Käseaufstrich und was sowieso mehrmals am Tag zur Ernährung gehört ist natürlich der Starbuckskaffee. Wer sich am Abend kulinarisch verwöhnen möchte, kann dies auf jede Art und Weise tun, man muss nur wissen wo und etwa das nötige Geld dabei haben. Und wenn man sich mal verzweifelt in der Stadt wiederfindet, weil einem das Essen nicht schmeckt, einfach daran denken: In New York gibt es alles, man muss es nur finden. Einen Tip habe ich dafür: Im Fairway Market (Broadway, bt 75 and 74 W) gibt es alles! Jede Frucht, jede Olive, jedes Gewürz, jede Nuss..alles! Ach ja: Das Hahnenwasser in New York gilt als gut, für uns verwöhnten Schweizer schmeckt es aber trotzdem nach Poolwasser :) Das war‘s auch schon
Habt einen schööönen Tag!















Japanisches Red Bull