Montag, 30. April 2012

Teacher's name ;)

Hallo ihr Lieben
Ich konnte irgendwie nicht gut schlafen in der Nacht vom Sonntag und so riss mich der Wecker am nächsten morgen dermassen aus dem Tiefschlaf, dass ich meinte ich müsse bloss aufstehen, zur Tür laufen und den Riegel nach links schieben. Ups, ich bin in New York, dachte ich, als ich nach zwei Schritten kurz davor war in die Tür zu knallen. Noch immer dröhnte der Wecker, bis ich ihn endlich fand und erstickte. Eine neue Woche, eine neue Lehrerin, neue Schüler...die Sonne schien, die Autos rauschten :) Nein Witz, ich war total müde und hätte mich gerne nochmals im Bett umgedreht um weiter zu schlafen. Nach dem ich mich angezogen und gewaschen hatte ging ich mit Larissa und Sarah frühstücken. Wie immer knurrte mein Magen vor Hunger und so freute er sich richtig über das komische Brot aus dem Plastiksack und die gesalzene Butter. Cathy erschien nicht zum Frühstück, sie telefonierte mit ihrer Familie. Ich eilte rasch hoch, packte meinen Rucksack und ging zur Schule. In der ersten Stunde waren wir nur zu viert und zwei davon waren neu. Fancy aus Schweden und ein Koreaner.  Ich versuchte mich rasch an den Tag vor zwei Wochen zu erinnern, oder besser gesagt an den Dienstag vor zwei Wochen. Es kam mir vor wie ein Bild, in das ich schnell reingehüpft bin. Damals als ich das erste Mal in diese fröhliche Klasse kam und William gleich zu witzeln begann, die laute Mariana zur Tür hineinkam und mit lautem Gelächter eine angenehme Atmosphäre schuf. Ja und da am Tischende sass jeweils Maurice, der dann plötzlich nicht mehr zur Schule kam und April mit ihrem blöden Spiegel, sogar sie fehlte mir in diesem Moment. Da sassen also nur noch Ayako und ich, während Mariana und Livia bereits über dem Ozean waren. Selbst Niko war nicht da, sie besuchte nochmals ihre Mutter. Auch morgen würde sie nicht da sein. Glücklicherweise konnte sie es aber verhindern, dass wir von Bonnie unterrichtet werden und so sass heute eine neue Lehrerin am Ende des Tisches. Sie ist klein, dunkelhäutig, mollig, nett, freundlich und glaube ich eine gute Lehrerin. Sie erinnert mich an meine Englischlehrerin in der Kanti. Sie lachte sehr viel und trotzdem war der Unterricht nicht halb so lustig wie die letzten zwei Wochen. In der Pause kamen dann Tangoo und Takuya dazu, die wahrscheinlich wieder ihren Hangover ausschlafen mussten. Ausserdem war da Andreas, ein Stückchen Heimat zwischen all den neuen Schülern die montags in die Schulzimmer strömen. Wir gingen am Mittag wieder zu einem Japaner. Ich hatte am Wochenende ziemlich schlecht gegessen und daher freute ich mich - wohl fast zum ersten Mal in meinem Leben - auf ein richtig gutes Essen :) Ich bin einfach zu verwöhnt zu Hause. Alle um mich herum lieben es zu kochen und über‘s Essen, bestimmte Gewürze und Rezepte zu sprechen, während ich es so oft wie möglich vermeide. Ich sollte etwas dankbarer sein wenn ich zurück bin, das weiss ich jetzt. Mami, Meli, Zeliya, Papi, Grossmi und alle anderen..ihr könnt super gut kochen und ich freu mich wieder davon essen zu dürfen wenn ich zurück bin. Ich hasse es nämlich dem Essen nachzurennen und mich darum zu kümmern. Jedes Mal wenn ich merke dass es wieder Zeit wäre etwas essbares zu finden, dass in meinem Budget liegt kackt es mich an. Darum: Dank all meinen asiatischen Kollegen kenne ich jetzt einige Plätze, wo ich richtig gerne esse. 
Danach ging ich rasch nach Hause, eilte nach oben, zog mich um, wobei ich etwa drei Mal über meine Hosen stolperte, und rannte wieder zum Subway. Heute wollte ich zwei Trainings von Pierlon besuchen. Das 4-Uhr Training war aber soo hart, es war alles doppelt so schnell und selbst die Aufwärmchoreo war nur knapp zu schaffen für mich. Als wir dann mit der Hauptchoreografie anfingen wurde es mir etwas zu viel. Es waren so viele Leute da und ich konnte kaum folgen, Drehung um Drehung um Sprung um Drehung. Also schlich ich nach 70 Minuten aus dem Raum, mehr als die Hälfte hatte ich ja durchgehalten und ausserdem würde ich zwei Stunden später nochmals hier sein. Ich ging rasch nach Hause, ass was und räumte mein Zimmer etwas auf. Morgen ist schliesslich Dienstag und je mehr Dinge ich aus dem Weg geräumt habe, desto weniger können sie den Dreck darunter wischen:) Nein das war fies, sie machen das ganz gut hier. Danach ging ich wieder in Pierlon‘s Klasse. Ich fühlte mich wieder wohler, konnte alles genau austanzen und viel von der Stunde profitieren. Leider gibt es in dieser Klasse eine ältere, laute Frau, die auf Broadway Jazz steht. So Choreografien mit Stock und Hut.. versteht ihr? Wenn die Beine und der zurück gelehnte Oberkörper der ausgestreckten Hand hinterher eilen und kaum ist man angekommen mit der Hand nach dem Hut greift und eine komische Drehung macht. Könnt ihr es euch vorstellen? Ich mag diese Art Jazz überhaupt nicht, ich fühl mich dabei nicht wohl, ist einfach nicht mein Stil. Hoffentlich machen wir nächstes Mal wieder was anderes. Zu Hause ging ich duschen, warf mich auf‘s Bett und schaute einen Film. Morgen werde ich nochmals die andere Lehrerin haben, aber sie ist ganz okay und vielleicht wechsle ich nächste Woche das Level trotzdem. Ausserdem will ich unbedingt endlich meine Kamera kaufen gehen und Foootos machen :D. Und jetzt ist schon wieder Mitternacht, ich muss ins Bett, nur noch schnell runter rennen und posten und denn ab id klappe ;)
Ich habe euch lieb und danke für den lieben Kommentar! 
Küsschen Anja

Hab ich heute in meinem Stundenplan entdeckt!!! Seht ihr den Namen neben Basic Tap ?? :D:D:D
the Teacher's name


Sonntag, 29. April 2012

Rollschuh Disco!!

Als ich heute morgen aufgewacht bin, habe ich gleich mal nach Hause telefoniert. Das ist die perfekte Zeit, weil dann meistens alle zu Hause sind. Ich telefonierte rund eine Stunde, während sich meine Familie am anderen Ende abwechselte. Es war schön zu hören, dass es ihnen allen gut geht :) Natürlich hatte ich damit wieder das Frühstück verpasst und musste mein Hungergefühl mit Keksen unterdrücken, die ich in meinem Zimmer habe. Heute würde ich nämlich bis am Mittag warten müssen mit essen, da ich es kein weiteres Mal mehr heraus schieben könnte, meine Kleider zu waschen. Ich nahm meinen Sack mit der Wäsche und ging ins Waschabteil. Das Waschmittel hatte ich ja schon. Man konnte nicht angeben, mit wie viel Grad man die Kleider waschen will. Also warf ich einfach alles rein, gab etwas Waschmittel dazu (wovon ich sicher bin, das es reichlich genug war) drückte „colour“ und die Riesenmaschine begann zu holpern. Surprise, surprise dachte ich, als ich eine Stunde später da war, um das Zeugs in die nächste Maschine zu stopfen, wo es dann getrocknet werden sollte. Es verlief aber alles tip top..Ich werde das jetzt öfters tun :D :D (Ich hatte bisher einfach genügend Kleider) Danach rief ich für Cathy die American Airline an, da sie sich davor fürchtete, die Frau am Ende des Apparates nicht zu verstehen. Sie wollte den Flug wechseln um vor ihrer Heimreise nochmals für zwei Wochen nach Miami zu gehen. Nach dem ich die Kleider dann zusammengelegt und in den Koffer gelegt hatte (ich packe nicht aus, lebe aus dem Koffer :)) machten wir uns auf den Weg in den Central Park. Die Sonne schien und wir nahmen uns vor etwas spazieren zu gehen. Wir liefen unsere Strasse entlang, vorbei an niedlichen kleinen Kaffee‘s und schönen Hauseingängen, bis wir ins Grüne des Central Park‘s traten. Ich liebe diesen Park! Er ist so wunderschön grün und mitten drin erkennt man nicht einmal mehr die Hochhäuser. Ausserdem ist er so gross, dass sich all die Menschen gut darin verteilen. Wir spazierten rund drei Stunden durch den Park und hatten am Ende noch immer nicht den ganzen gesehen. Zwischen den niedlichen kleinen Weglein kann man sich leicht verirren. Plötzlich stösst man dann jeweils wieder auf einen, der beispielsweise Tai Chi macht oder auf eine Geburtstagsparty, bei der alle Gäste einen bunten Kartonhut tragen, oder auf eine Gruppe älterer die der Sonne zugewandt Atemübungen machen, oder auf die zahlreichen Dogwalker, die fünf Hunde zu der einen und fünf andere an der anderen Hand halten. Ich weiss noch immer nicht wie es möglich ist, dass diese alle so brav nebeneinander gehen. Die Strassen durch den Central Park sind nur zu bestimmten Zeiten für Autofahrer geöffnet. Während der restlichen Zeit nutzen sie Horden von Bikern, Joggern oder Skateboardern. In New York joggt jeder, und wenn nicht das dann macht er bestimmt irgendeine andere Sportart. Der Sportwahnsinn ist hier sehr verbreitet. Man kann auch rund um die Uhr in den Fitnessstudios schwitzen. Die New Yorker treiben aber nicht nur Sport aus gesundheitlichen Gründen, es ist Lifestyle und Statussymbol zugleich. Sie sitzen in ihren Trainingsanzügen und den neusten Turnschuhen morgens in den Kaffees, gehen mit dem Sportoutfit shoppen und Abends mit ihren Hunden oder Kinderwagen im Sportoutfit laufen. Sie zeigen sich bei jeder Gelegenheit sportlich. Ja das Ganze geht sogar so weit, dass die meisten Fitnesstudios grosse Schaufenster haben, damit man von der Strasse den fleissigen Sportlern beim Schwitzen zu sehen kann. Während ich so auf der Strasse ging, bekam ich beinahe ein schlechtes Gewissen eine miserable Joggerin zu sein :) Wir verloren uns wieder in einem der kleinen Wege inmitten der grünen Bäume. Ich entdeckte ein Eichhörnchen und noch eins und noch eins..in diesem Park gibt es so viele davon. Als sich Cathy einem versuchte zu nähern um es zu berühren, machte dieses keinen Anstand zu verschwinden. Irgendwie komisch aber sie reagieren sogar wenn man ihnen Geräusche zuzwitschert. Wahrscheinlich sind die Kleinen ziemlich verwöhnt. Als Cathy nur noch ein paar Centimeter davon entfernt war richtete sich dieses auf und gab ein komisches Geräusch von sich. Sie erschrak und eilte den Weg hinab, während es hinter ihr wie wild huschte und einige Eichhörnchen mehr dazu kamen. „Aaanja,“ rief sie verunsichert und eilte weiter, mit dem Gedanken von einer aggressiven Eichhörnchenbande verfolgt zu werden. Das Geräusch wurde tatsächlich erschreckend laut und etwas näherte sich uns im Eiltempo. „wuuahhh.. it‘s only a dog!“ meinte Cathy erleichtert, während ein verspielter Hund sich neben ihr das Wasser vom Fell schüttelte und dabei ein Kind umwarf. Ich kriegte kaum mehr Luft vor lachen..it‘s only a dog..nicht das böse Eichhörnchen mit seinen Kollegen :D Wir gingen also weiter, über eine Brücke, auf der sich gerade ein paar das Ja-Wort gab, wie romantisch :) Auf ein paar grossen Felsen machten wir dann halt und genossen etwas die Sonne. Wir hörten Musik und entschlossen uns ihr zu folgen. Als wir von einem Hügel runterrannten erkannten wir ein fröhliches Treiben inmitten des Parks. Wir gingen etwas näher ran und erkannten die Rollschuh-Disco. Soo cool. Jung, alt, dunkel, hell, erfahren, unerfahren etc...Sie tanzten wie wild auf ihren Rollschuhen und zum Teil auch Inlineskates. Sie tanzten Paartanz, Salsa etc. und ich hatte gestern gedacht, wie speziell, als ich im Park ein Paar auf Rollschuhen tanzen gesehen hatte. Die Leute waren so glücklich, sie fühlten es so sehr. Das liebe ich wirklich sehr!! Während man bei uns zuerst einige Stunden warten muss, bis alle genügend betrunken sind, um ab zu gehen und zu tanzen ist es hier völlig normal... Die machen das immer, überall, wenn sie gerade Lust dazu haben, sie tanzen. Ich genoss noch eine Weile den Anblick bis mich Cathy weiterzog. Weil wir hungrig waren suchten wir den Ausweg aus dem Park, was eine Weile dauerte bis wir dann in der fifth Avenue gelandet sind... 

(Speziell für Claudchen und Meli:)
...Wir schlenderten durch die Strasse, durch all die Markenläden bis ich ein riesiges schwarzes Gebäude sah, das mit seinem roten Eingangsteppich eher einem Club oder edlen Hotel glich als einem Laden. Ich blickte kurz in den Eingang, sah ein Plakat und zwei Türsteher. „Cathy, da muss ich schnell rein!! Das ist der Laden von welchem Meli mir Dank Claudchen‘s Rat so was wie einen Gutschein geschenkt hat, ich muss schnell rein!“ sagte ich euphorisch und hatte den roten Teppich bereits betreten. „Anja!“ schrie Cathy, packte mich wie wild am Arm und riss mich zurück, als ich gerade erschrocken die zwei Models sah die hinter einem Schaufenster am Eingang standen...lebende Schaufensterpuppen, da muss man sich ganz schön blöd vorkommen, nicht? „Du kannst da nicht einfach so reinspazieren, weisst du das nicht?“ fragte sie mich entsetzt. „Ehm, nein, wieso denn nicht?“ Sie blickte mich fragend an und zeigte mit ihrer Hand auf eine Warteschlange, die ungefähr drei Blocks weiter hinten endete. Oh mein Gott! Da steht man ungefähr eine halbe Stunde an, nur um in den Laden zu kommen?! „Nein, wusste ich nicht,“ meinte ich, als Cathy sich neben mir vor Lachen krümmte. „Ja, schon gut :)“ Wir sind dann natürlich nicht reingegangen und haben uns was zu essen geholt, bevor wir wieder nach Hause gingen. Es war ein toller Nachmittag uuuuuund jetzt sind es schon zwei Wochen, die zweite ist ja im Fluge vorbeigewesen..krass :) 
Ich habe euch lieb, guete Star i die nöii Woche!


















Böses Tier :D








                                         It's the time for disco!!









Parkshoot

hy!
Mein Zimmerfenster
Den gestrigen Nachmittag verbrachte ich mit Vesna der Fotografin im Hudson River Park gleich neben meiner Residenz. Es war ein lustiges Shooting, das Styling und das Make Up habe ich gleich selbst übernommen, damit es nicht zu kompliziert wurde. Am Abend sagte ich dann William ab, der mich zur Geburtstagsparty seines spanischen Kollegen eingeladen hatte, ich war zu müde. Für solche Abende hatte ich mir in der letzten Woche eine Staffel „How i met your mother“ gekauft, natürlich in Englisch. Die Serie war schon zu Hause mein „ich-bin-müde-und-geniesse-es-zu-hause-zu-sein“ Häppchen und so fühlte ich mich auf meinem Bett liegend sehr wohl. Lustigerweise spielte die Staffel an der 86 St. genau da wo ich wohne. 

Auf einem Baum im Hudson River Park :)






Samstag, 28. April 2012

Night

Ich kann euch jetzt sagen, dass es nicht wirklich ein toller Abend war gestern. Ihre Kollegen studieren an der Universität in Harvard und so verhielten sie sich auch. Ihr perfektes Englisch wurde mit der Kombination von „Ich habe es so nötig zu saufen“ unerträglich. Wir gingen rasch in den Laden unter ihrem Apartment, um alkoholisches zu kaufen..und tataaa: Xellent aus der Schweiz, aus dem kleinen Dörfchen Willisau war auch vertreten. Sie wohnen in einem Apartment in der Upper East side und woow, das Apartment liebte ich. Die eine Wand war in typischem New York Style (Stein) und die andere war voll von Graffitis, meega. Ich betrachtete diese Wohnung und das Bett, das direkt am Fenster stand und von dem aus man einen herrlichen Ausblick über die New Yorker Nacht hatte, während Laura sich mal an den einen und mal an den anderen ranmachte und Cathy Musik aussuchte. Weil Cathy natürlich mal rauchen musste, kletterten wir raus auf die Feuerleiter. Es was so toll da draussen. Unter uns die Taxischwärme und das New Yorker Nachtleben, und über uns ragten einige Wolkenkratzer in den mit Sternen versehenen Himmel. Wow. Natürlich verlor ich mein Armband dort oben, welches mir der Koreaner (ich kann mir nicht alle Namen merken) nach kurzer Zeit wieder zurück brachte. Keiner weiss wie er das angestellt hat. :) Drinnen war jetzt schon etwas mehr los, es hatten sich noch einige Leute dazugesellt. Wir drehten unsere Musik laut auf, stiessen an und genossen etwas den Abend, bevor dann alle weiter wollten um in einen Club zu gehen. Kurze Zeit später befanden wir uns in einer Bar, ich beschäftigte mich wieder mit der wunderbaren Umgebung. Die Bar war überwuchert mit Pflanzen und befand sich unterhalb einer ursprünglichen Subwaystrecke, also unter einer Brücke. Mega, so unauffällig der Eingang auch war, drinnen (oder eben immer noch draussen) war es ein Paradies. Einige spielten Billiard, andere tanzten, wieder andere tranken einfach. Wir blieben nicht lange dort, mir war es zu kalt. Laura tauschte ihr Date, obwohl ich ihre Wahl absolut nicht verstehen kann, aber egal. Der Typ sprach ungefähr fünf Sprachen und war so richtig ein Kotzbroken. Einen Kopf kleiner als ich und Katholike der auf keinen Fall trinkt aber auf jeden Fall Sex will, wie er immer wieder sagte, worauf er dann jeweils ein kollektives Lachen erwartete. so eklig. “Du kannst Schweizerdeutsch mit mir sprechen, ich versteh sogar das,“ meinte er als ich es jeweils verpatzte, die Sprache zu wechseln. Irgendwie war es mir schon fast wohler einfach englisch zu quatschen, und nicht immer hin und her zu wechseln. Der Typ war wirklich eklig, als er Laura festumschlungen hielt und sie war dabei genau so abstossend. Wir stiegen erneut in ein Taxi um und machten in einem neuen Paradies halt. Das Gebäude das von aussen einem Gewächshaus ähnelte war drinnen verziert mit riesigen Kronleuchtern und wunderschönen Sitzplätzen. Der Ausflug hat sich alleine gelohnt um all diese Orte zu sehen. Durch irgendeinen Hinterausgang gelangten wir dann zu einem Club. Ich hatte kein Problem reinzukommen, aber die Männer. Wir hätten aber drei Minuten warten müssen und draussen war es soo kalt, ich wollte einfach zurück, nach Hause. Dabei tat mir der Chinese und der Koreaner aber so leid, dass ich mir kurz überlegte dort zu bleiben. Die beiden waren nämlich so anständig und so korrekt, sie entschuldigten sich immer wieder für ihren Kollegen und sogar für Laura‘s billiges Verhalten, obwohl wir ja mit ihr dort waren. Er versuchte es uns allen Recht zu machen und ich konnte mich nur zu gut in seine Situation versetzen. Selbst konnte er sich nicht entspannen und Spass haben, in der Angst dass es all den anderen nicht passt. Trotzdem war mir zu kalt und eigentlich hatte ich auch keine Lust mehr. Auch Cathy, die sich bei mir eingestütz in meinen Windschatten drückte hielt es für die bessere Idee schlafen zu gehen. Wir riefen uns ein Taxi und gingen nach Hause. Sie entschuldigte sich ein paar Mal und wollte sicher gehen, das ich verstanden habe, dass Laura‘s Verhalten nicht das eines typischen französischen Mädchens repräsentiert. Mir war das eigentlich ziemlich egal, ich habe den Abend auf eine Art genossen. Ich habe Plätze gesehen, die ich sonst nie gesehen hätte und dass es solche Mädchen gibt, das weiss ich nur zu gut :) Wir stiegen am Broadway aus, und gingen in den McDonalds um einen Hamburger zu kaufen. Danach watschelten wir nach Hause, wo wir dann ins Bett gingen. 
Und jetzt..die Sonne scheint, aber es ist kalt. Ich treffe mich heute mit Vesna. 
ich habe euch sooo lieb
anja

Top of the Rock

Ich musste mich gestern beeilen, und bin dann nicht mehr dazu gekommen, habe es aber gestern geschrieben also poste ich es im Original :)
Heute konnte ich etwas länger schlafen, zum Glück ich war wirklich todmüde. Danach beantwortete ich kurz einige Mails und erledigte einige Dinge, bevor ich bereit war, um mit Cathy in die Stadt zu gehen. Ich drückte den Liftknopf (ich wohne im siebten Stock), stieg ein als dieser sich öffnete und blieb stecken. Oh nein, bitte nicht. Es holperte ein paar Mal, die Tür liess sich nicht mehr öffnen und kein Knopf funktionierte mehr. Na toll, tief durchatmen, keine Panik kriegen. Dachte ich, als ich schon mitten in den schlimmen Szenarien war, die alle hätten passieren können. Ich drückte den Alarmknopf, nichts geschah. Prima! Jeder braucht in diesem Gebäude den Lift, früher oder später würden sie es schon merken, ausserdem gibt es eine Kamera im Lift. Plötzlich setzte sich der Lift wieder in Bewegung und ich stieg einen Stock weiter unten aus um den Rest runter zu rennen. Es muss sich um ein paar wenige Minuten gehandelt haben, es hat scheinbar niemand was bemerkt :) Die Sonne schien sehr angenehm und trotzdem bliess ein kalter Wind, ich würde mich gleich wieder erkälten, dachte ich als ich etwas zu kühl angezogen nach draussen ging. Wir hatten vor heute zu den Top of the Rocks zu gehen, um Manhatten von oben zu sehen. Wir fuhren also mit dem Subway Richtung Rockerfellercenter und kauften uns zwei Tickets, die wieder erst eine Stunde später gültig waren. Weil wir aber dieses Mal bereits davon ausgegangen sind, gingen wir rasch einen Kaffee trinken und etwas essen. Danach stellten wir uns im Untergrund dieser Gebäude in die Warteschlange. Das Ganze ging erstaunlich schnell und schon waren wir im Lift. Dieser hielt aber zwei Stockwerke weiter oben wieder an und dort ging die Schlange weiter :) Es folgte eine Art Gepäckkontrolle, genau gleich wie am Flughafen. Mit diesen Dingern, wo man alles reintun muss und dann zur Kontrolle irgendwo durchgehen muss. Da auf einem Schild ein Verbotszeichen für Ess- und Trinkwaren stand versuchten Cathy und ich noch in einer Geschwindigkeit unsere Trinkflasche zu lehren. Schliesslich ist das gute Wasser kostbar hier in NY. Zuerst trank sie bis sie nicht mehr konnte und dann begann ich die Flasche anzusetzen. „Hey Lady, that‘s not a problem!“ meinte die Kontrolleuse und schmunzelte, während ich meinen Wasserschnauz abwisch und versuchte das Wasser runterzuschlucken, bevor ich laut begann zu lachen, was Cathy bereits machte. Nach der Kontrolle folgte eine Videosequenz. Ich wusste nicht, dass das Bild das jahrelang ober meinem Bett hing mit diesen Arbeitern, die in einer unglaublichen Höhe auf einem Kran sitzen, von hier ist. Danach stellten wir uns wieder in eine Warteschlange aber es ging ziemlich schnell. Wir stiegen in den Lift, wobei ich etwas ein mulmiges Gefühl hatte Dank dem Zwischenfall heute morgen. Es waren ziemlich viele Menschen drin und als sich die Tür schloss begann er zu wackeln und eine Lichtshow begann. Die Decke des Lifts war durchsichtig und so konnte man sehen in was für einer Geschwindigkeit wir die 67 Stockwerke zurücklegten. Als ich das Gefühl hatte den Druck in meinen Ohren nicht mehr ausgleichen zu können, stoppte der Lift aprubt. Wir probierten auszusteigen, als der Wind heftig in unsere Richtung bliess...
 „Wooow, amazing!!“ Das sag ich euch! New York ist von oben noch viel unglaublicher, noch viel organisierter, noch viel durchdachter, noch viel schöner als von unten. Es war so wunderschön und ich genoss den herrlichen Ausblick. Den Blick über den grünen Central Park umringt von riesigen Gebäuden, welche wiederum von einem Fluss umringt sind. Den Blick zur Freiheitsstatue, zum Empire State Building, zur Brooklyn Bridge, zum Cryseler Building (unter diesem gehe ich übrigens zur Schule), einfach unbeschreiblich. Die Sonne versuchte mit aller Kraft zwischen dem bewölkten Himmel hervorzudringen. I loved it. Es hatte oben nicht viele Menschen und so genossen Cathy und ich es für einige Zeit unsere derzeitige Heimat von oben betrachten zu können. Der Wind bliess uns kalt ins Gesicht, was uns aber in diesem Moment nichts ausmachte. Über den Wolkenkratzern von New York zu stehen, verleiht einem ein wunderbares, freies, beflügelndes Gefühl. Als ob alles auch noch so unglaublich grosse und unfassbare irgendwie erreichbar wäre. Als ob man sich gleich selbst in all diese berühmten Bilder setzen könnte, um ein Teil davon zu werden. 
Den Nachmittag verbrachten wir dann noch etwas in der Stadt. Cathy wollte sich ein Kleid kaufen. Ich wollte unbedingt noch eine Kamera kaufen, der Laden hatte aber zu?! Ja, wusste auch nicht dass es das hier gibt. Völlig müde kamen wir dann zurück und Laura informierte uns über ihre ungefähr siebte Planänderung für heute Abend. Wir gehen heute mit ihr auf eine Homeparty, zu ihren Kollegen :) 
I love youu, kisses






















































Cathy's neuer Schuh :)


Gangsterbaby :) 


















I love it