Woow, stellt euch vor, was ich gerade für ein Training hinter mir habe, greeat und das obwohl der Tag drohte wie der gestrige zu werden:) But step by step.
Heute morgen plagte mich eine komische Müdigkeit und ich schleppte mich um sechs aus dem Bett, denn schlafen konnte ich trotzdem nicht mehr. Draussen regnete es noch immer und irgendwie begann mich das zu nerven, das war nun schon der zweite Tag :) Sorry, kleiner Witz. Nach dem Frühstück ging ich zur Schule und war richtig froh, einen Plan zu haben für diesen bewölkten Tag. Cathy war irgendwie auch müde und so schwiegen wir während wir nebeneinander hergingen. Sie freute sich aber, da sie heute von einer neuen Lehrerin unterrichtet werden sollte. Bonnie war nur eine Aushilfe, und sie war schrecklich, Cathy beklagte sich jeden Tag. Ich rannte die zwei Etagen hoch und setzte mich in Klassenzimmer. Wir hatten zwei neue Schüler, an der Schule sind aber beide schon lange (seit einem Jahr, krass gell, Asiaten machen solche Dinge :)) Der eine kommt aus Japan, der andere aus Südkorea. Sie waren sehr ruhig, ich kann euch nicht viel über sie erzählen, an diesem Morgen sollte überhaupt die ganze Klasse stumm werden. Fünf Minuten nach halb zehn kam eine kleine, robuste Frau mit einer riesigen blonden Lockenmähne schwungvoll durch die Tür, stellte sich an das obere Ende des Tisches und sagte: „hallo ich bin eure Lehrerin für heute, Niko ist nicht da, fragt mich nicht wieso. Ich bin streng, will dass ihr euch konzentriert und wirklich die Sprache lernt.“ Meine sonst so angenehme und witzige Klasse sass da als ob man sie geschlagen hätte. „Meine Name ist,“ fuhr sie fort und in diesem Moment durchfuhr mich ein Gedanke, lass mich raten...“Bonnie“. Haha, na toll! Bonnie, die Yogainstruktorin die es angebracht findet das während des Unterrichts anzuwenden. „Warum schaut ihr alle so scheisse drein?“ fragte sie, wobei ich mir nicht sicher war, ob sie ernsthaft eine Antwort erwartete. „Steht auf, schliesst eure Augen und wiederholt was ich sage,“ befahl sie. Verwirrt und etwas eingeschüchtert gehorchten wir. Selbst Mariana, the brasiliengirl, verging das Lachen, ich wusste nicht dass sie überhaupt nicht lachen kann. „Ich liebe es hier zu sein, unsere Lehrerin ist grossartig, ich liebe Englisch, ich kann Englisch sprechen.“ Wir wiederholten es im Chor. "Okay, jetzt lacht." Niemand tat es. Du da hinten, lache! Dangoo (keine Ahnung wie man es schreibt) verzog sein Gesicht zu einem Lächeln, wobei er mehr über ihr absurdes Verhalten lachte. „Habt ihr gesehen, so schnell bringt man sich aus einer Depression!“ Ehm?Okay?! So ging es dann vier Stunden weiter, wobei das was sie sagte eigentlich ganz gut war und ich tatsächlich sehr viel gelernt hatte heute. Aber ihre Art, sie hörte sich sehr gerne reden und wiederholte sich ständig. Für morgen gab sie uns zwei Seiten Hausaufgaben (ups, die habe ich vergessen zu machen). Ich bin auf jeden Fall sehr froh, dass Niko meine Lehrerin ist und Cathy war heute Abend froh, als ich ihr Recht gab und meinte, dass sie tatsächlich nicht übertrieben hatte. Naja, sie hat sooo viel gequatscht ich könnte euch noch so einiges erzählen, will ich aber nicht, es hat mich ja auch nicht interessiert :)
Danach ging ich mit Andreas, zwei Japanerinnen aus Andreas‘ Nachmittagsklasse und Dangoo essen. Er (Dangoo) wollte uns einen japanischen Laden zeigen. Es war sehr lecker und ich war danach vollgestopft. Da die anderen am Nachmittag noch zur Schule mussten verabschiedeten wir uns bald wieder und ich ging noch rasch zur Toilette. Als ich raus kam hetzte ich in die gewohnte Richtung, da ich mit Vesna, einer schweizer Fotografin und Freundin verabredet war. Plötzlich bemerkte ich, dass wir uns ja einige Blocks von der Schule entfernt hatten. Scheisse. Immer wenn ich jemandem, der genau weiss wo er hin will, folge, ignorier ich den Weg den wir jeweils zurücklegen. Das passiert mir immer, ich verlasse mich einfach auf die anderen. Zwei dunkelhäutige Typen mussten mir die Verwirrung und den aprubten Stop angemerkt haben. „Kann ich dir helfen? Du bist nicht von New York oder?“ fragte der eine. „Ehm, ja, nein ich bin von der Schweiz, ich möchte zurück zum Grand Central aber weiss gerade nicht wo ich bin.“ Dann erklärte ich noch rasch wieso, ich mochte es nicht unwissend dazustehen, wo ich doch jetzt eigentlich wusste wie ich mich zu orientieren habe. Sie erklärten es mir rasch und ich hetze weiter zum Times Square, da wir uns da verabredet hatten. Eine dumme Idee, ich weiss und sie kam von mir. Vesna schrieb mir vor welchem Laden dass sie stehe und dass sie sich nicht bewege, bis ich sie gefunden habe :) Okay, dachte ich, den Laden kannte ich. Jaja, was ich aber nicht gewusst hatte, diesen Laden gibt es am Times Square vier Mal :) Die Touristenschwärme, die kalte Biese, die Sirenen und die sonst schon hysterisch flimmernden Werbeplakate am Times Square machten die Suche nicht gerade einfacher. Nach ungefähr 15 Minuten ist es mir dann aber doch gelungen sie zu finden und wir gingen was trinken. Wir quatschten und quatschten, und es war einfach angenehm in Schweizerdeutsch zu reden. Nach einer Weile musste ich dann gehen, weil ich heute tatsächlich in guter Stimmung war um ins Tanzstudio zu gehen. Ich entschied mich für Pierlon‘s Klasse. Ich kannte ihn bereits und irgendwie fühlte ich mich wohl bei dem Gedanken, bereits etwas zu wissen wie es abläuft. Vor der Lektion hatte ich ein angenehmes Gespräch mit einer anderen Tänzerin, der Klassenbesten. Sie erzählte mir, dass sie beinahe zwei Jahre in New York gebraucht hatte um sich zurecht zu finden und auch hier (im Tanzstudio) richtig wohl zu fühlen. Die Lektion war grossartig, scheinbar beginnen die hier jede Woche eine neue Choreografie und so hatte ich überhaupt keine Probleme zu folgen. And i felt it ;) Ich tanzte und Pierlon war begeistert was für Fortschritte ich übers Wochenende gemacht hatte :) Tanzen funktioniert für mich einfach erst, wenn ich mich wohlfühle. Die Choreo war sehr cool und heute erkannte ich sogar einige Anfänger in der Klasse. :)
Ich hatte deshalb leider das Abendessen in der Residence verpasst und wollte noch was kleines essen, obwohl ich nach dem Training überhaupt nicht hungrig war. Ich kaufte mir eine Box voller frischer Früchte und suchte noch was salziges. Also kaufte ich eine Packung Salzbretzel (Salzstängeli). Leider bemerkte ich erst zu Hause die Überschrift: unsalted, na toll, wie schmecken denn Salzstängeli ohne Salz?! Nach nichts! Das hielt mich aber nicht davon ab, sie mir tonnenweise in den Mund zu schoppen. Danach hüpfte ich unter die Dusche und jetzt bin ich sooo müde dass ich unbedingt schlafen muss.
Oder vielleicht sollte ich noch rasch einen Blick auf meine Hausaufgaben werfen, das Risiko das Bonnie morgen nochmals da ist besteht ja eigentlich...
Love you guys
Und es speziells Küssli as Grossmi und de Grosspi ;)
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