Sonntag, 13. Mai 2012

Yankee's




Lasst mich am Freitag beginnen: Nachdem Cathy und ich ausgeschlafen hatten (sie hatte den Vorabend mit Schulkollegen verbracht um sich zu verabschieden und ich mit einem langen Training), machten wir uns auf den Weg zur Schule. Ich musste ein Formular bei der Chefin abholen, erfuhr, dass ich definitiv ins nächste Level wechseln kann und erhielt mein Beobachtungsschreiben (quite good ;)) Cathy erhielt glücklicherweise ihr Zertifikat, obwohl sie oft abwesend war. Wir assen mit ihren Schulkameraden, wobei ich auf Key traf, einen Koreaner, den ich am ersten Tag kennengelernt hatte. Danach musste Cat noch einige Dokumente ausdrucken, bevor wir Richtung Central Park fuhren. 

In New York war der Sommer zurück. Die Sonne schien, die Leute trugen Röcke und kurze Hosen und die Kinder rannten mit Wasserspielzeugen umher. Wunderschön! Das Wetter der letzten Wochen sei sehr unüblich für die Stadt, entschuldigten sich einige New Yorker. Für mich war das aber halb so schlimm, es regnete nur ab und zu, da bin ich mich anderes gewöhnt. Während wir durch den Central Park marschierten entdeckten wir immer wieder neue Örtchen und landeten schliesslich im Zoo. Selbst die Robben genossen die Wärme und streckten ihre Hälse der Sonne entgegen. Auf der Toilette hörte ich eine Mutter mit ihrem Kind reden, plötzlich switschte sie in Schwiezerdeutsche. Ich glaubte mich verhört zu haben und lauschte nochmals. „Do you speak swissgerman?“ fragte ich sie dann. „Yea, how do you know?“ fragte sie überrascht zurück. „ech au.“ Wir unterhielten uns rasch und sie erzählte mir, dass sie vor sieben Jahren nach dem Aufenthalt in New York geblieben sei. Ihre Tochter die staunend ihre Hand hielt, sei in New York geboren. Ich merkte wie mich ihre Geschichte reizte und wie sehr ich ihre Entscheidung verstand, ich bewunderte sie diesen Schritt gewagt zu haben. Cathy und ich unterhielten uns an einem See, bevor wir den Subway Richtung Bronx nahmen. Morgen um diese Zeit würde sie mit Patrick in Miami am Strand liegen. Ich wollte es mir gar nicht vorstellen, die Zeit mit ihr im Central Park würde ich vermissen. Je weiter wir Richtung Bronx fuhren, desto mehr veränderte sich das Bild der Passagiere. Gegen Ende blieben fast ausschliesslich dunkelhäutige zurück. Wir waren früh dran, und genossen vor dem New York Yankee Stadion die Abendsonne, bevor wir uns in dieses Erlebnis stürzen würden. Die Eingangshalle war riesig, unzählige Yankee-fans tummelten umher, hielten ihre Stofffinger in die Höhe, kauften Getränke und Snacks. Auch wir kauften uns einen Hamburger, nachdem ich die ganze Woche mit Vergnügen auf solches Essen verzichtet hatte. Ich schritt die Rampe hoch und ging langsam auf die Tribüne zu. Der Anblick der sich mir bot, lässt sich in Worten kaum beschreiben. Ein riesiges Stadion im Sonnenuntergang. Geradeaus die grosse blaube Überschrift: YANKEE STADIUM...WOW!! So viele Menschen, so viel Freude, so gewaltig. Als ich meine Cola und den Hamburger entgegennahm traute ich meinen Augen nicht, als ich Alicia Keys auf dem grossen Bildschirm sah. Aus den Lautsprechern dröhnte der Song: New York. „What..?“ stachelte ich, als mir der Verkäufer erklärte dass sie letztes Jahr live hier gesungen habe. Aha, okay, ich glaube das wäre auch eine totale Reizüberflutung für mich gewesen, wenn sie und Jay-Z tatsächlich hier gewesen wären. Ich genoss es, ihre Stimme so laut und kraftvoll im Stadion zu hören und fühlte mich wie in einem Film, das alles war so unglaublich beeindruckend und der Match hatte noch nicht einmal begonnen. Wir gingen an die Stehtischchen mit Blick aufs Feld um etwas zu sehen, als sich plötzlich all die Reihen erhoben und die Hymne sangen. Das alleine, was bisher geschah war den Abend schon wert gewesen. Nachdem wir gegessen hatten stiegen wir die Rampen und Treppen hoch, und suchten unsere Plätze. Der oberste und hinterste Platz :) hehe, für Cathy war das zu hoch, so dass sie sich mit einer Hand an mir und mit der anderen am Stuhl festkrallte. Der Wind bliess uns ins Gesicht und ich erfuhr meine Rooftop- Aussicht, die ich von einer Bar aus nie erleben würde. Wieder wow! Wirklich, die Sonne ging vor uns unter, auf der rechten Seite genoss ich den Blick über die Bronx und unter mir, ach ja, unter mir hatte das Spiel schon begonnen. Ganz ehrlich? Das Spiel war etwas langweilig, rund alle zehn Minuten gab es irgendeine Aktion auf dem Spielfeld, die ich dann meistens verpasst hatte vom lauter Aussichtgeniessen. Vielleicht sollte ich mich schämen das zu schreiben, aber ich weiss weder den Namen des Gegners, noch wie lange der Match gedauert hat und das schlimmste: Ich weiss noch nicht einmal ob sie gewonnen oder verloren haben. :D Ich hätte es googlen gehen können, aber für mich zählt es nicht, es interessiert mich überhaupt nicht. Die Stimmung war amazing, das ganze drum und dran war so absolut der Hammer und zur Unterhaltung guckte ich ab und zu aufs Spielfeld. Nach rund zwei Stunden machten wir uns dann aber auf den Heimweg. Wir tranken einen „Letzter-Abend-in-New-York-Drink“ im Irish Pub gleich um die Ecke, während der Match noch immer in den Fernsehern im Hintergrund lief. Danach gingen wir schlafen. 












Cathy verabschiedet sich von ihren Freunden, zumindest von einem


Wuahha, dove and squirrel having a fight



























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