Montag, 21. Mai 2012

High Line Park

Entschuldigt, ich bin wirklich kaum zum Schreiben gekommen. Einerseits habe ich mich hier schon so eingelebt, dass vieles altäglich wurde und andererseits bin ich die letzte Woche immer früh morgens raus und spät abends nach Hause gekommen, und dann habe ich den Schlaf jeweils gebraucht. Soo, two new Blogs ;)

Am Samstagmorgen ging ich dann trainieren, bevor ich mich umzog für William‘s und April‘s Geburtstagsparty. Ich eilte umher und sass dann endlich im Subway Richtung Queens. Nach rund einer Stunde stieg ich an die Oberfläche und spürte die heisse Sonne auf meinen Schultern. Die Strasse in Queens war kahl, weiss und heiss. Keine grossen Gebäude die Schatten spendeten, nur eine Tankstelle bei der ein Mann auf einem Stuhl sass und an irgend einem Grasshalm kaute. Mein Handy, das im Subway keinen Empfang hatte, vibrierte: Nachricht von Andreas in der stand, dass ich nicht kommen soll, da sie ID‘s checken würden. Na toll, thank you friends! schrieb ich natürlich nicht aber dachte ich. Sie waren in einem Restaurant verabredet, das sollte also kein Problem sein, aber weil dieses komische wichtige Fussballspiel war, war die Bar dahinter geöffnet also konnte ich nicht rein. Ich versuchte es gar nicht erst und ging wieder zurück, eine Stunde. Zu Hause war ich müde weil ich ja so viel gemacht hatte und setzte mich etwas in den Park um zu lesen. Am nächsten morgen hatte ich einige Trainingsstunden zusammengestellt, aber wie gestern war das Wetter herrlich und so reute es mich etwas den Tag im Studio zu verbringen. Ich ging dann spontan mit Larissa und einem Kollegen aus der Schweiz nach draussen, er wollte die Freiheitsstatue sehen und ich wollte einfach nach draussen und den Sonntag auf keinen Fall wie den letzten verbringen. Die Fähre war aber so überfüllt und die Touristen drängten sich nur so in die Warteschlange, dass wir unseren Plan änderten und auf dem High line Park spazieren gingen. Dieser erstreckt sich auf der stillgelegten Hochbahnstrasse durch den Meatpacking District. Früher, als dort im Schlachthof-Viertel Schweinehälften zerlegt wurden, rumpelten auf ihr die Güterzüge voller Fleisch in die Lagerhallen. Heute ist das aber ganz anders, das Viertel ist so zusagen mein Lieblingsviertel. Es gilt als eines der lebendigsten und vielversprechendsten der Stadt. Das schöne daran, dort spazieren zu gehen ist, dass man die Stadt von einer anderen Höhe aus betrachten kann. Auf beiden Seiten des Parks sieht man direkt auf die Balkone oder die schön bepflanzten Dächer. Oder etwa in die Wohnungen und Büros :) Nach einer Kurve hat man dann plötzlich einen herrlichen Ausblick auf den Hudson River. Man kann sich dort oben auch entspannen wenn es nicht zu heiss ist, beispielsweise auf den Holzbänken mit Eisenbahnrädern, die man auf den alten Schienen hin- und herschieben kann. Wir gingen was essen und genossen einfach die Wärme, die Leute, die Athmosphäre, die Freiheit und Unbeschwertheit. Danach liefen wir zu Fuss noch weite Strecken Manhattans ab, seehr weite Strecken aber es war wunderschön. Zuletzt gönnten sich Larissa und ich noh italienisches Essen in einem Restaurant und quatschten und quatschten und quatschten :) Ein wunderschöner Tag!

































Lustig, sogar New York schafft in der Städtliumgebung Autofrei zu sein :)
















 
John Lennon memorial



Wired day!

Heute wurde ich etwas heftig in die Woche zurück gerissen. Noch immer versuchte ich mir zu erklären, was Sarah mir erzählt hatte: Eine ihrer Schulkolleginnen (sie hatte sie aber nicht kennengelernt, sie war vor ihr in dieser Klasse und hätte wieder zurück kommen sollen) sei leblos in ihrem Appartment aufgefunden worden, nachdem sie zwei Tage mit der Begründung Grippe nicht zur Schule gekommen sei. Eine Japanerin, ich weiss noch immer nicht was genau passiert ist. 

Es regnete in Strömen!! Ich entschied mich, nachdem ich erneut mit durchnässten Füssen in der Schule ankam, mir trotzdem mal einer dieser Stiefelshops anzusehen. Die Strassen New Yorks verwandeln sich im Regen jeweils in ziehende Flüsse man kann hier wirklich kaum verhindern nass zu werden. Ich hörte Filmmusik mit meinen Ohrenstöpseln und schwebte etwas in den Tag hinein als ich blitzartig aus meiner Träumerei gerissen wurde. Die Tür des Subways öffnete sich und dann: Ein dunkelhäutiger jüngerer Mann zerrte an einem Plastiksack eines andern, stolperte rückwärts aus dem Subway, so dass ich fast umfiel und versuchte davon zu rennen. Meine einzige Reaktion war meinen Rucksack, den ich sowieso immer seitwärts vorne trage aus Sicherheitsgründen, noch fester zu umklammern und zurück zu treten. Die Station war überfüllt mit Menschen, gleich erschrocken wie ich reagierten auch die anderen nicht, als der Bestohlene wie wild zu schreien begann und ihm im Eiltempo nachrannte. Er liess nicht locker und all die Menschen sahen erschrocken umher. Da ich spät dran war drückte ich mich in den Subway und dieser fuhr gleich ab. Etwas erleichtert stellte ich fest das der Dieb einige Meter weiter vorne am Boden lag, beide Hände auf den Rücken gepresst und von einem Cop mit Handschellen versehen wurde. Der andere hatte seinen Plastiksack wieder in der Hand. Ich blickte mich um in dem morgensubway der vollgestopft von Menschen war und sah wie die Leute zu Boden guckten und verständnislos den Kopf schüttelten. Hmm, good morning dachte ich! Gut wieder einmal daran erinnert zu werden die Sachen eng bei dir zu tragen und aufmerksam zu bleiben. In der Schule waren wir nur zu viert, wahrscheinlich regnete es den anderen zu stark :) Danach eilte ich zurück, weil ich ins Training wollte. Da die Stadt aber meistens einiges langsamer funktioniert im Regen, blieben mir nur noch zehn Minuten um die nassen Sachen aufzuhängen, mich um zu ziehne und etwas zu essen. Da war mir dann zu stressig und ausserdem regnete es noch immer so stark, also liess ich es sein. Um fünf Uhr war ich dann mit Signe (eine Dänin aus meiner Klasse) und Andreas verabredet, um ins Kino zu gehen. Ich weiss schon wieder, aber es regnete so heftig dass dies einfach das Beste war und ausserdem wollten wir Avenures sowieso sehen gehen. Das lustige war, dass der Film mitten in New York spielte und zwar genau nebst dem Chryseler und am Grand Central, wo ich zur Schule gehe. Die Leute flohen in das Restaurant, indem ich am selben Tag mein Mittagessen geholt hatte, irgendwie witzig. Danach gingen wir noch kurz was essen und ab nach hause, heute wollte ich nämlich wirklich wieder mal bloggen, das habe ich vermisst :) Der Tag endete ungefähr wie er begonnen hatte. Als ich am Times Square auf den Subway wartete faste mich plötzlich eine kleine hübsche ältere Frau mit beiden Händen an den Ellbogen, weshalb ich natürlich erschrack weil ich in eine andere Richtunge geblickt hatte. Sie erschrack natürlich auch, weil sie mich nicht erschrecken wollte und ihre zwei Töchter, ungefähr 24 schmunzelten. Sie wollte mir etwas über die Bibel erzählen und fuhr im gleichen Subway wie ich. Mir war das egal, sie war sehr freundlich und nicht beängstigend und manchmal diskutiere oder höre ich noch gerne zu. Nach zwei Minuten begannen wir dann aber über alles andere zu quatschen. Sie sei ursprünglich aus der dominikanischen Republik und sie waren alle total witzig, wir lachten und quatschten, überhaupt nicht über Gott oder die Bibel, bis ich dann ausstieg (meine Tasche wieder festumklammert) Ich eilte nach draussen und sah drei unangenehme Männer an eine Hausmauer lehnen, die ziemlich komisch rüberblickten. Mann, was ist heute bloss los? Dachte ich und überquerte die Strasse beim ersten Fussgänger. Es war aber dann nichts weiter komisch ich beschleunigte einfach mein Tempo weil ich nach Hause wollte und dann begann ich zu rennen weil es zu regnen anfing und ich wirklich nach Hause wollte, einfach rein. Als ich bei einer Frau vorbeirannte die telefonierte schrie sie so laut auf, dass ich erschrack und stehen blieb. Ups, jetzt hatte ich sie erschreckt. Wir entschuldigten uns gegenseitig aber ich glaube sie hatte einen echten Schock, verwirrt lief sie in die andere Richtung zurück. In meinem Quartier gibt es sehr viele Hunde und so hatte der eine den Schrei wahrgenommen, ein sehr gut erzogener Hund. Er bellte wie wild und schien wütend auf mich zu sein, während sein Frauchen ihn zu beruhigen verusuchte und immer wieder meinte, dass nichts passiert sei und alles gut sei. Ich fand das so schön von diesem Hund, dass er mich, als ich dreissig Meter weiter vorne noch immer wie wild anbellte, weil er davon ausging dass ich jemanden angegriffen hatte. Und trotzdem, das war etwas zu viel seine bösen Augen zu sehen und so veschwand ich in eilesgeshwindigkeit in der Residenz wo ich mich zufrieden und etwas verwirrt in den Livingroom setzte and nooow...it‘s late!
Enjoy your day guys 
Küsschen 
Nja <3 <3 <3

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