Sonntag, 6. Mai 2012

Greenwich Village







Am nächsten Tag ging ich mit Cathy zum Coiffeur, davon habe ich euch ja geschrieben. Das ging aber so schnell (ungefähr zehn Minuten), dass wir nachher noch etwas weiter wollten. Erstaunlicherweise zeigte sich die Sonne und es wurde plötzlich warm und so gingen wir eine Weile am Broadway. Wir entschieden uns nach Greenwich Village zu fahren, um die Gegend dort etwas zu erkunden. Greenwich Village gefiel sehr gut, es gab kaum Touristen und ich genoss die niedlichen kleinen Strassen, die mit Kopfsteinpflaster und Baumalleen versehen waren, die lieblich gestalteten Hauseingänge und die verschiedenen Menschen. Es reihten sich ausserdem viele kleine Restaurants und Bars aneinander, die alle auf der Vorderseite ganz offen waren. Etwa so wie das Roadhouse im Sommer in Luzern. Ich liebte es, genoss es die Leute und das Treiben zu beobachten und erfreute mich immer wieder an den niedlichen Hinterhöfen. Cathy bevorzugt jeweils eher die touristischen Attraktionen oder Dinge wie etwa unser Erscheinen auf einer der Leuchttafeln am Times Square :) Trotzdem gefiel ihr die Gegend auch und wir gingen zu Fuss Richtung Soho. Greenwich Village ist ein Künstlerviertel, die Hausmauern sind bemalt und viele einzigartige Menschen laufen umher und verkaufen ihre Bilder auf den Strassen. Ausserdem gibt es dort unzählige Jazzclubs. Wir genossen es, in die Schaufenster der teuren Boutiqueläden zu gucken, die hinter den niedlichen Fassaden versteckt waren. 





































In Soho nahmen wir dann wieder den Subway um nach Hause zu kommen. Zu Hause bereiteten wir uns auf den Abend vor. Wir wollten ans Times Square und waren auf der Gästeliste für eine High Society Bar, von der aus man Manhattan bei Nacht hätte betrachten können. Wie gesagt konnten wir über die Schule gratis Tickets ergattern und waren auf der Gästeliste, also hoffte ich zusammen mit einem guten Auftritt Glück zu haben. Hatte ich aber nicht, das heisst man wird dort drei Mal kontrolliert. Zwei Mal redete ich eine Weile mit dem Türsteher über dies und das und wurde reingelassen. Der dritte Türsteher sah mich aber gar nicht erst an und meinte: „Passport please.“ „Keiner kommt an dem vorbei,“ meinte eine Frau die draussen geraucht hatte. Trotzdem versuchte ich zu erklären, dass ich den Pass vergessen habe. Naja, wir gingen dann halt wieder, wobei die anderen Türsteher meinten, wir sollten unbedingt morgen nochmals kommen, dafür würden wir gratis Getränke bekommen. Auch morgen würde ich keinen Pass haben, der von den blöden 21 Jahren zeugt, dachte ich als Cathy ihre Zigarette anzündete. Mann, ich wollte doch nur Musik hören, tanzen und New York betrachten. Wirklich enttäuscht war ich aber nicht, der Club war so edel, dass ich gar nicht erst damit gerechnet hatte. Wir gingen einige Schritte am Times Square. Zwei Blocks weiter sah ich so was wie ein Irish Pub. Ah, super, ich mag Irish Pubs, die sind überall auf der Welt gleich, es war aber keins. Der Türsteher begann mit uns zu quatschen und fragte wo wir hinwollen, so schön gekleidet. Ich meinte, dass wir nachher vielleicht noch in diesen Club würden, da ich ihm ja nicht gerade erzählen wollte dass ich zu jung dafür war. „hmm“ meinte er. Er ergänzte dass es uns da nicht gefallen würde, es sei sehr snobby und ausserdem würde man dort nur sitzen, bestimmt nicht tanzen. Cathy und ich verbrachten den Abend dann in diesem Pub und hatten unseren Spass, bevor wir nach einem Taxi riefen und nach Hause fuhren 

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